Holzfassaden: Welches System passt zu meinem Gebäude?
Vorgehängte Fassade, Trespa oder Holzschalung – die Unterschiede sind größer als man denkt. Wir geben einen Überblick über die gängigen Systeme und ihre Vor- und Nachteile.

Die drei gängigen Systeme im Vergleich
Vorgehängte, hinterlüftete Holzfassade: Der Klassiker für dauerhafte Qualität. Zwischen Dämmung und Verkleidung zirkuliert Luft – Feuchtigkeit trocknet ab, die Konstruktion bleibt gesund. Ideal, wenn Fassade und Dämmung in einem Schritt erneuert werden.
Trespa-Fassade: Hochverdichtete Platten, extrem witterungsbeständig und in vielen Optiken erhältlich. Praktisch wartungsfrei – die richtige Wahl, wenn es pflegeleicht sein soll.
Holzschalung: Boden-Deckel, Rhombus oder Stülpschalung – die klassische Zimmererlösung. Natürlich, individuell und ökologisch. Je nach Holzart und Behandlung vergraut die Oberfläche mit der Zeit silbrig oder wird regelmäßig lasiert.
Pflegeaufwand realistisch einschätzen
- Unbehandelte Lärche oder Douglasie: keine Pflege nötig, natürliche Vergrauung
- Lasierte Oberflächen: Auffrischung je nach Bewitterung etwa alle 5–8 Jahre
- Trespa: Reinigung genügt
Was kostet eine Holzfassade?
Die Kosten hängen von System, Holzart, Dämmung und Gebäudegeometrie ab. Als grobe Orientierung: Eine Holzschalung ist meist die günstigste Variante, die vorgehängte hinterlüftete Fassade mit Dämmung liegt darüber – dafür verbessert sie den Energiestandard und kann gefördert werden. Ein belastbarer Preis entsteht erst nach der Besichtigung: Wir schauen uns Ihr Objekt kostenlos an und erstellen ein unverbindliches Angebot.
Der ökologische Vorteil
Holz bindet CO₂, ist regional verfügbar und lässt sich am Ende der Nutzungsdauer sortenrein trennen. In Kombination mit Holzfaserdämmung entsteht eine Fassade, die Wärmeschutz, Ökologie und Gestaltung vereint.